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Wie verhalte ich mich richtig bei der Waffenaufbewahrungkontrolle?

Wie verhalte ich mich richtig bei der Waffenaufbewahrungkontrolle?

 

Zunächst einmal die Rechtsgrundlage: der Besitzer erlaubnispflichtiger Schusswaffen oder Munition hat der zuständigen Waffenrechtsbehörde die zur sicheren Aufbewahrung getroffenen oder vorgesehenen Maßnahmen nachzuweisen.

 

Als Besitzer gilt hier nicht nur der Eigentümer der Waffen, die auf seiner Waffenbesitzkarte (WBK) eingetragen sind, sondern auch derjenige, der Waffen für einen anderen bei sich verwahrt. Dies sollte bestenfalls durch eine Bescheinigung des Ausleihers bestätigt sein.

 

Der zuständigen Waffenrechtsbehörde ist grundsätzlich nur vom Waffenbesitzer Zutritt und nur zu den Räumlichkeiten der Waffen- bzw. Munitionsaufbewahrung zu gewähren. Dabei muss der Behörde ermöglicht werden den Waffenbestand mit der WBK abzugleichen. Zu diesem Zweck wäre es nützlich die waffenrechtlichen Erlaubnisse (WBK, Munitionserwerbserlaubnis) sowie Zertifizierung bzw. Einstufung des Waffenschrankes griffbereit zu haben.

 

 

Läutet es dann an der Tür sollten folgende Regeln beachtet werden:

  1. Ruhe bewahren und immer höflich bleiben. Wer die Aufbewahrungsregelungen befolgt hat nichts zu befürchten.
  2. Die Behördenmitarbeiter müssen sich durch ihren Personal- und Dienstausweis ausweisen. Deren Daten sollten notiert werden.
  3. In der Regel kommen die Kontrolleure nicht alleine. Auch Sie als Waffenbesitzer haben das Recht vertrauenswürdige Zeugen hinzuzuziehen. Bitten Sie notfalls die Beamten etwas zu warten.
  4. Die Kontrollen dürfen nicht zu Unzeiten, wie Sonn- und Feiertage oder zur Nachtzeit erfolgen.
  5. Ist der Waffenbesitzer nicht zu Hause sollten die Beamten gebeten werden zu einem anderen Zeitpunkt wieder zu kommen. da nur er Zugriff auf die Waffen hat.
    Unberechtigte Personen dürfen keinen Zugang zu erlaubnispflichtigen Waffen bzw. Munition haben!
  6. Auch kann eine Nachschau zum gegenwärtigen Zeitpunkt abgelehnt werden. Dies sollte man jedoch nur tun, wenn man gute Gründe, wie z.B. einen Arztbesuch oder auf dem Weg zur Arbeit ist, hat. Bei unbegründeter Weigerung muss jedoch mit einem Widerruf der waffenrechtlichen Erlaubnisse gerechnet werden.
  7. Kontrolliert werden darf nur der Aufbewahrungsort, in der Regel der Waffenschrank, von erlaubnispflichtigen Waffen. Luftdrucksportgeräte werden hierbei nicht erfasst. Wohnräume, Schränke, Schubladen etc. dürfen nicht durchsucht werden, hierfür wäre ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss erforderlich.
    Eine normale Nachschau kann jedoch bei Vorliegen besonderer Umständen in eine Durchsuchung umschlagen, die dazu berechtigt auch weitere Räume der Wohnung zu betreten.
  8. Sollte es widererwarten zu Unstimmigkeiten bei der Überprüfung geben, ist es besser keine weiteren Angaben zu machen und anwaltlichen Rat hinzu zuziehen.
  9. Über die Kontrolle sollte auf jeden Fall ein schriftlicher Vermerk angefertigt und zu den Akten gelegt werden.

 

Eine Waffenaufbewahrungskontrolle findet in der Regel erst dann statt, wenn der Waffenbesitzer trotz mehrfacher Aufforderung keinen Nachweis über eine sichere Aufbewahrung seiner erlaubnispflichtigen Waffen oder Munition liefert. Eine schriftliche Anfrage der Behörden sollte also niemals unbeantwortet bleiben, da man damit seine waffenrechtlichen Erlaubnisse aufs Spiel setzt.

 

Wer seine erlaubnispflichtigen Waffen und Munition ordnungsgemäß aufbewahrt braucht sich keine Sorgen zu machen. Dies zeigt sich auch in der Statistik. Die Mehrzahl der Kontrollen verlaufen ohne Probleme.

 

Wer noch Fragen zu diesem Thema hat kann sich gerne an unseren 2. Schützenmeister Jürgen Langendörfer (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)  wenden.

 

Weitere Hinweise finden Sie auch im Merkblatt des Deutschen Schützenbundes unter  http://www.dsb.de/media/PDF/Recht/Waffenrecht/Richtlinien%20DSB/Hinweise_zur_Kontrolle_der_Aufbewahrung_2009.pdf .

 

 

 

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