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Geschichte hautnah erleben mit der „Lusoria Rhenana“

 

    Geschichte hautnah erleben mit der „Lusoria Rhenana“

 

Hossa, das Warten hat sich gelohnt, nachdem der erste Termin eine Woche vorher wegen schlechtem Wetter regelrecht in’s Wasser gefallen ist. Ja, da wollten wir zwar hin – in’s Wasser – aber trockenen Fußes und wir sollten dabei nicht von Oben beträufeln werden.

 

Also dann, am Sonntag den 13.10. hat sich eine Gruppe abenteuerlustiger Mitglieder des Schützenvereins Weingarten an den Altrhein-Baggersee bei Neupotz begeben, um in einem Nachbau eines „römischen Militär-Ruderboots“ auf dem Baggersee ein paar Runden zu drehen. Diese Art der Boote wurde bei den Römern zu Patrouillenzwecken auf Rhein und Donau eingesetzt um sich gegen die Barbaren zu schützen. Was hat‘s genutzt.

 

Das Ruderboot hat eine optische Ähnlichkeit mit einer Rudergaleere, es hat 20 „Riemen“, wie die Ruder in der Fachsprache heißen, daher die laienhafte fälschliche Einschätzung als Galeere. Beim Anblick der Riemen, kamen dann bei einzelnen Anwesenden schon die Wünsche hoch, doch eventuell damit Wasserschi zu fahren, wenn die Ruderer sich nur stark genug in’s Zeug legen, d.h. eine hohe Taktzahl an den Tag legen. Zur Erleichterung der Ruderer hätte das Boot allerdings noch ein Segel, das aber bei uns nicht zum Einsatz kam und auch wegen der Windverhältnisse nicht zweckmäßig gewesen wäre – Äolus hatte gerade frei. 
      

Aber um solchen Wünschen gerecht zu werden und das „Erlebnis Römerschiff“ genießen zu können, bedarf es natürlich erstmal einer Einweisung in die Bedienung des Bootes und der Ruder und mir kamen dabei schon Bedenken, was die Koordinierung der Riemen beim Rudern betraf. Bei ungeübten kommt es dabei fast immer zu einem Riemensalat, auch kommt es ab und an mal vor, dass die Riemen wie Holzknüppel eingesetzt werden, was bei uns natürlich nicht passierte, Gott bewahre.

 

Jedoch unsere zwei Bootsführer erfüllten ihre Aufgabe vorbildlich und brachten uns die Handhabung der Riemen und das Verständnis der Kommandos - soweit es die kurze Zeit zuließ – relativ gut bei. Sicherlich gab es beim Vorwärtskommen ab und zu Überschneidungen der Riemen und leichte Verständigungsprobleme bei dem Einen oder Anderen, aber wir kamen vorwärts und schafften sogar eine gefühlte Umrundung der kleinen Insel im See. Die Umsetzung der einzelnen Kommandos beanspruchte dann doch öfters etwas Zeit und Nerven der Bootsführer, was sie aber gelassen ertrugen. Zwischen den einzelnen Aktionen am Ruder, bekamen wir von den Bootsführern außerdem noch eine Einweisung in römischer Geschichte - bezogen auf unsere Galeere. Ja unser Martin ging sogar soweit, dass er sich als römischer Soldat verkleiden lies, um uns die Schwerfälligkeit der römischen Ausrüstung und deren Strapazen zu verdeutlichen.

 

So, nach ca. zwei Stunden ist es uns dann gelungen wieder an der Anlegestelle fest zu machen und das Boot unbeschadet zurück zu geben. Als Dank für unsere doch vorbildliche Umsetzung der Kommandos und unserer großzügigen Spende, bekamen wir vom Bootführer noch ein Nachschlagewerk über die „Lusoria Rhenana“ und wurden in’s nahegelegene Restaurant entlassen um unseren Durst zu stillen, denn wir hatten „Kaiserwetter“ und die Kehlen waren doch schon etwas trocken.

 

Die einhellige Meinung aller war sehr positiv, es hat allen gefallen, so sagten sie jedenfalls und bei Gelegenheit könnte man sowas wiederholen. Es hat mich gefreut dass die Aktion und die Reaktion so positiv war und die Leute zufrieden sind.

 

In diesem Sinne, Gruß,Gustl

 

 

 

 

 

   

  

 

   

 

  

    

 

 

 

 

 

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